|
 |
|
| |
Herbstpark mit vielen Gesichtern
Die milde Herbstsonne lädt Anwohner und Besucher zum Verweilen und Ausspannen in den großzügigen Park des Prinz-Karl-Viertels ein. Innenstadtnah und dennoch im Grünen entfaltet das junge Stadtviertel vor allem in der warmen Jahreszeit seinen ganz besonderen Charme.
Mitten in den quirligen, modernen Wohnanlagen des Prinz-Karl-Viertels befindet sich an der Hochfeldstraße die Justizvollzugsanstalt Augsburg mit Jugendarrestanstalt. Um zumindest in den Köpfen der Anwohner die Mauern abzubauen und durch Information Spekulationen und Unsicherheiten vorzubeugen, sprachen wir mit der für Augsburg zuständigen Regierungsdirektorin Frau Maldonado de Landauer über die JVA.
|
|
 |
Justizvollzugsanstalt Augsburg
|
 |
Blick hinter Mauern: Die JVA im Prinz-Karl-Viertel
Interview mit Regierungsdirektorin Frau Maldonado de Landauer
Während ihrer Haftzeit gehen die Insassen der JVA regelmäßiger Arbeit nach. Welche Tätigkeiten sind das und wo arbeiten sie? Maldonado de Landauer: Die zur Arbeit verpflichteten Strafgefangenen arbeiten in Unternehmerbetrieben wie zum Beispiel bei Gardena sowie als Hausarbeiter im Küchen- und Wartungsbetrieb. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden. Untersuchungsgefangene sind nicht zur Arbeit verpflichtet.
Können die Gefangenen einen Bildungs- oder Berufsabschluss während des Vollzugs machen? Maldonado de Landauer: Wenn die notwendigen Voraussetzungen vorliegen, können Gefangene im Strafvollzug einen Bildungs- oder Berufsabschluss erlangen. Voraussetzung hierfür ist jedoch ebenso eine entsprechende Vollzugsdauer.
Gibt es für die Insassen der JVA kulturelle und sportliche Angebote? Maldonado de Landauer: Ja, die Gefangenen erhalten sowohl kulturelle als auch sportliche Angebote. Es gibt Konzerte von Musikbands, sie können an Fußballschiedsrichterkursen teilnehmen, Kraftsport ausüben oder Tischtennis spielen.
Wie sieht die Altersspanne der Insassen aus? Maldonado de Landauer: Die Alterspanne reicht von 18 bis 73 Jahre.
Wie hoch ist die durchschnittliche Verweildauer? Maldonado de Landauer: 2009 betrug die durchschnittliche Verweildauer 61 Tage.
Wann war der letzte Ausbruch aus der JVA? Maldonado de Landauer: Der letzte Ausbruch war vor 17 Jahren.
Wie weit ist der Neubau der JVA in Gablingen und für wann ist der Umzug geplant? Maldonado de Landauer: 1997 wurde das neue Gelände in Gablingen erworben. 2004 fand ein Architektenwettbewerb statt, bei dem der Entwurf eines Düsseldorfer Architekturbüros gewann und auch in der Öffentlichkeit auf viel Zustimmung stieß. 2006 wurde das konventionelle, staatliche Bauvorhaben in eine Public-Private-Partnership umgewandelt und verzögerte sich dadurch und aufgrund der Finanzkrise zeitlich. Im Frühjahr 2011 soll mit dem Bau begonnen werden und die Bauzeit circa 2014 abgeschlossen sein.
Was wird voraussichtlich danach mit dem Gebäudekomplex auf der Hochfeldstraße passieren? Maldonado de Landauer: Nach dem Umzug in den Neubau wird der Gebäudekomplex im Hochfeld für die JVA nicht mehr benötigt. Der Freistaat Bayern wird zur Immobilie dann Verkaufsverhandlungen führen.
Wir danken für das interessante, offene Gespäch.
|
| |
|
|
|
 |
Dreier-Ehrenmal
|
 |
Das Dreier-Denkmal
Zum 200jährigen Regimentsjubiläum 1898 wurde in der Mitte des Kasernenhofs – auf dem Schnittpunkt der Achsen des Exerzierhofes – ein Denkmal enthüllt. Im Mittelpunkt verteidigt ein bayerischer Bronzelöwe auf einem Sockel die Fahne. Ein sechs Meter hoher steinerner Obelisk überragte das Denkmal. Bronzene Wandtafeln erinnern an die zahlreichen Siege.
Das Ehrenmal ist auf Initiative der ehemaligen „Dreier“ und nach Plan eines Dreiers, des Oberleutnant a.D. und Regierungsbaumeisters Liersch, entstanden. Der Dreier-Bund Augsburg war eine Vereinigung ehemaliger Angehöriger des Königlich-Bayerischen 3. Infanterie-Regiments Prinz Carl von Bayern. Er wurde am 15. November 1890 als Regimentskameradschaft und zur Aufrechterhaltung der Regiments-Tradition gegründet. Die Traditionspflege wurde wegen Überalterung am 2.2.1977 an die Kameradschaft 40 e.V. übergeben. Der Dreier-Bund ist damals praktisch erloschen. Der Bund hatte 2521 aktive und 135 Ehrenmitglieder.
Die finanziellen Mittel für das Denkmal haben die ehemaligen Dreier aufgebracht. Im ersten Weltkrieg 1914 wurde der Bronzelöwe zur Metallgewinnung zersägt, die Teile jedoch nie abgeholt. In abgeänderter Form ist er heute noch so erhalten. 35 Jahre später wurde das Denkmal zu seiner heutigen Form umgebaut und von Kronprinz Rupprecht von Bayern zusammen mit Generalfeldmarschall von Mackensen erneut seiner Bestimmung übergeben.
Weiteres zur Geschichte des Prinz-Karl-Viertels: http://www.prinz-karl-viertel.de/.
|
|
 |
Im nächsten Newsletter erfahren Sie:
- Was hat das Stadtplanungsamt mit dem Prinz-Karl-Viertel in nächster Zeit vor?
- Wie kommt das Prinz-Karl-Viertel zu seinem Namen?
|
 |
Haben Sie Fragen, Anregungen?
Ich freue mich über Ihre Mail oder Ihren Anruf!
Christiane Mayershofer | Newsletter-Redaktion Prinz-Karl-Viertel |
08 21 - 57 04 52-40 | mayershofer@v-g-i.de |
|
|
 |
 |
Impressum:
V.G.I. – Vertriebsgesellschaft Internet mbH
Schertlinstraße 21
86159 Augsburg
Tel.: + 49 (0)8 21 - 57 04 52-40
Fax: + 49 (0)8 21 - 66 57 15
www.v-g-i.de
|
Versandlösung
Outline - Online Medien Gmbh
Schertlinstrasse 21
86159 Augsburg
Tel:. + 49 (0)8 21 - 57 04 52-10
Fax: + 49 (0)8 21 - 66 57 15
www.outline.de |
|
| |